#rosenfürdenfrieden - Ein symbolisches Kunstwerk
Da haben die Dornen Rosen getragen
„Da haben die Dornen Rosen getragen…“ heißt es in dem alten Pilgerlied „Maria durch ein Dornwald ging“. Das Lied war Ursprung dieses sozialen Projektes, es erzählt von Verwandlung, wie aus Tod neues Leben erwachsen kann, wie Verhärtungen weich werden und sich Verzweiflung in Zuversicht wandelt.
Uta Kegel
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In der Coronazeit, ging ich Mantra singend durch den Wald, allein wie es zu dieser Zeit üblich war, und wiederholte das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“, mit allen Strophen. Immer wieder – bis ich an einer Strophe hängenblieb, „Da haben die Dornen Rosen getragen“. Genau in diesem Moment stand ich vor einem Bunker und mir eröffnete sich in besonderer Tiefe die Bedeutung des Satzes.
Es war wie eine Offenbarung, die im Wald, verbunden mit der Natur und den Sinneserfahrungen dort, sich Raum nehmen kann und in mir die Maria groß wird. Wie schön war es, als ich spürte, wie eine Rosenidee keimte, wuchs und sich fortpflanzte.
Dieser Satz inspirierte mich zu einem Kunstprojekt, einer sozialen Skulptur.
Ich sprach Menschen an und erzählte von der Idee, Rosen zu häkeln, und Dornen der vergangenen und der heutigen Zeit zu bedenken. „Dornen“ zu berosen mit einer inneren Marienqualität.
Die weiße Rose steht als Sinnbild für überwundenes Leid, die bunten Rosen für die Vielfalt der Menschen. Die Rosen wirken, ob es den Menschen bewusst ist oder nicht. Die Wirkkraft ist immer da und strahlt in die Menschen, in die Welt, in unser Sein.
Im Vordergrund des Projektes steht ein prozesshaftes sich entwickeln einer gemeinsamen Arbeit zu einem großen Ganzen. Immer mehr Menschen, meist Frauen, häkeln Rosen in unterschiedlichen Formen und Farben, in großer Fülle und werden so Teil dieses Projektes. Jede und Jeder von uns ist in eine Welt geboren, die durch Kriege, Umweltkatastrophen und Pandemien die Generationen prägen. Das sind Traumata, die sich auch auf künftige Generationen auswirken. Eine klare Wahrnehmung unserer Entwicklung in der Welt ist wichtig, gerade in einer Zeit mit diesen besonderen Herausforderungen.
Wir bekommen gerade wieder mit, wie sehr unsere Welt vernetzt ist und dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Frieden will gelebt sein, und wirklicher Frieden beginnt in jeder und jedem Einzelnen. Wir sind gefordert, einen angemessenen Umgang mit diesen gegenwärtigen Herausforderungen zu finden.
Eine Möglichkeit, den Frieden in uns und somit in der Welt zu entwickeln, soll dieser Friedensraum sein. Nehmen wir die Chance alternative Wege zu gehen, neue Antworten auf offene Fragen zu finden. Wie können wir uns als Menschen begleiten, inspirieren, unterstützen und in Frieden miteinander leben. Wir alle sind aufgerufen!
Dieses symbolische Kunstwerk soll uns alle verbinden und uns Kraft und Zuversicht geben.
Berlin - Plötzensee
ab 24. Mai 2026
Eröffnungsveranstaltung
Pfingstsonntag 24. Mai 2026
Nacht der offenen Kirchen
Geist – Erfüllte Wege im Charlottenburger Norden
„Da haben die Dornen Rosen getragen“
Wie aus Tod neues Leben wachsen kann. Ein Kunstprojekt an 3 Stationen auf dem „Pfad der Erinnerung“. Wir laden sie ein, auf diesem Weg mitzugehen.
17 Uhr – Sühne Christi Kirche, Toeplerstraße 1
Meditation zum Kunstprojekt in der Kirche
18 Uhr – Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 230
Meditation zum Kunstprojekt auf dem Feierhof und in der Kirche. Anschließend werden nach einem alten klösterlichen Brauch Pfingstgaben gezogen.
19 Uhr – Gedenkkirche Plötzensee, Heckerdamm 226
Meditation zum Kunstprojekt in der Kirche
"Da haben die Dornen Rosen getragen..."
Die Künstlerin Caroline Lauscher möchte zusammen mit vielen anderen Menschen, die sich in dieses soziale Projekt einbringen möchten, verwundeter Orte und Themen gedenken und sie mit Rosen bedenken. Es geht ihr dabei um Orte, die wie Dornen vergangener Zeiten bis in die Gegenwart schmerzen. Mit den Rosen schafft sie eine symbolische Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und macht einen Weg von der Verletzung zur Heilung sichtbar.
Diese soziale Skulptur wird in diesem Jahr, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Bonner Nordwesten, ausgehend von St. Edith Stein Gestalt annehmen. Gerade auch in der heutigen Zeit, zeigt die globale Krise und Friedlosigkeit wie zerbrechlich unsere Welt ist. Es ist uns ein Anliegen, ein deutliches Zeichen zu setzen und so einen Beitrag zur Friedensarbeit zu leisten. In diesem gemeinsamen Tun entsteht eine große Wirkmächtigkeit!
Dieses soziale Projekt soll uns verbinden und uns Kraft und Zuversicht geben. Wir freuen uns, über Menschen, die bereit sind, sich an diesem prozesshaften Geschehen durch das Häkeln von Rosen zu beteiligen.
„Da haben die Dornen Rosen getragen…“ heißt es in dem alten Pilgerlied „Maria durch ein Dornwald ging“. Das Lied war Ursprung dieses sozialen Projektes, es erzählt von Verwandlung, wie aus Tod neues Leben erwachsen kann, wie Verhärtungen weich werden und sich Verzweiflung in Zuversicht wandelt.
Uta Kegel
